Die Buchstaben sind wie Ameisen und haben ihren eigenen geheimen Staat.
Elias Canetti

Die Kunst des Präsentierens: Mehr Kreativität wagen

Täglich werden rund 30 Millionen Präsentationen mit Hilfe von PowerPoint vorbereitet.

Wow! Das hätte ich nicht gedacht. Sie? Gehören Sie auch zu den PowerPoint-Fans oder eher zu den Gegnern? Rufen die Folienschlachten eine Gänsehaut bei Ihnen hervor? Ich gestehe: Ich liebe PowerPoint für meine Präsentationen. Und zwar aus einem ganz einfachen Grund: Es hilft mir, mich zu strukturieren. Aber – und hier kommt ein sehr groß geschriebenes ABER – ich nutze sie niemals, um meinen Zuhörern und Zuschauern eine Einschlafhilfe zu liefern.

Ich schreibe meine Seminarkonzepte in PowerPoint, denn daraus entstehen später meine Teilnehmer-Skripte. Wenn ein Präsenzseminar bevor steht, ziehe ich aus meinem Skript einen sehr geringen Bruchteil an Folien heraus , die ich meinen Teilnehmern zeige. Manchmal nutze ich auch gar keine Folien.

Bei Vorträgen verzichte ich meist sogar komplett auf Folien. Das Zeigen wichtiger Bilder oder Zahlen nutze ich gezielt um das zu Sagende visuell zu untermauern oder mehr Dramatik zu erzeugen. Ich habe vieles ausprobiert und dabei festgestellt, dass es mich erstens selber ablenkt, wenn ich mit dem Presenter die Folien durchklicke und zweitens will ich, dass das Auditorium mich anschaut und nicht die Leinwand.

Mit Prezi kreativ präsentieren

Wenn ich richtig lebendig und kreativ präsentieren will, nutze ich Prezi. Prezi ist eine großartige Alternative zu PowerPoint. Prezi ist ein plattformunabhängiges aber cloud-abhängiges Präsentationsprogramm. Sie arbeiten auf einem großen, virtuellen Blatt Papier, können Bilder, Texte, Videos hineinladen und mit Hilfe von Rahmen, Verbindungen und Animationen eine fortlaufende bewegte Geschichte entwickeln. Wenn Sie fertig sind, wirkt es fast wie ein kleiner Film. Durch die Steuerung mit der Maus bewegen Sie die einzelnen Elemente hin und her und können hinein- und herauszoomen.

Bei der ersten Anwendung ist es etwas kniffelig und Sie müssen sich mit den Möglichkeiten erst vertraut machen.. Prezi hilft dabei, die Kunst des Präsentierens neu zu erfinden. Chris Anderson CEO.  Schauen Sie hier einmal rein und probieren Sie es aus: https://prezi.com/de/

Mit einem Mind-Grabber die Aufmerksamkeit einfangen

Die zweite Alternative ist: Nutzen Sie so genannte Mind-Grabber – Aufmerksamkeits-Fänger. Mind-Grabber können Gegenstände, Zahlen oder Diagramme sein, die überraschen, begeistern, bestürzen. Eine Zahl kann zum Beispiel die obige sein: 30 Millionen PowerPoint-Präsentationen entstehen pro Tag. Ein Gegenstand kann ein Laufschuh sein, der das Bild des Dauerläufers unterstreicht, wenn es bei einem langfristigen Projekt um das Durchhalten, den „langen Atem“ bzw. die „Marathon-Strecke“ geht. Ihre Zuhörer verstehen erstens sofort, was Sie sagen oder demonstrieren wollen und zweitens können Sie schneller und wirksamer überzeugen als mit einer langen Erklärung.

Tipp

Zum Schluss noch ein Tipp für Sie: Falls Sie Sorge haben, in Ihrer freien Präsentation oder von Ihrem Vortrag etwas zu vergessen können Sie sich Ihre wichtigsten Stichpunkte mit Bleistift auf ein Flip-Shart-Papier schreiben. Das können nur Sie sehen und Sie haben damit eine kleine aber feine Gedächtnisstütze ganz in Ihrer Nähe.



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