Die Buchstaben sind wie Ameisen und haben ihren eigenen geheimen Staat.
Elias Canetti

Ich verordne mir für heute dauerhaftes Lächeln

Kennst du das? Du wachst früh morgens auf und weißt genau, was zu tun ist, nachdem du abends mit tausend Fragezeichen im Kopf ins Bett gegangen sind? Heute Morgen war es bei mir so. Meine Augen wollten sich noch nicht so recht öffnen, meine Bettdecke hielt mich gefangen und wollte mich partout nicht rauslassen, doch mir war eines sonnenklar: Es hat keinen Sinn, am Samstag nach Österreich in den Ski-Urlaub zu fahren. Die Situation spitzt sich immer mehr zu, Corona nahm auch in meinem Leben einen immer größer werdenden Raum ein. Kaum ein Gespräch, indem das Wort nicht mindestens zehn Mal vorkommt.

Nach verschobenen Jobs nun auch der Urlaub …. Meine Stimmung sank auf den Nullpunkt – und das um kurz nach sechs. Was für ein Start in den Tag! Ich bin zwar immer eher eine gemütlich-in-den-Tag-Starterin, aber das war auch für meine Verhältnisse wirklich lahm. Ich fühlte mich mies. Richtig mies. Ich hatte mich so sehr auf eine Woche in den Bergen gefreut. Ski fahren, frische Luft, einfach sein.

Sein, sollte es aber wohl nicht.

Knapp fünfzehn Minuten später, dampfte der frische gebrühte Kaffee in meiner Tasse. Ich schaute in den Regen hinaus und dachte mir: Ich habe es satt. Ich habe die genervten, verärgerten und von Unsicherheiten geprägten Gespräche und Gesichter satt. Nicht dass ich das, irgendjemandem zum Vorwurf mache. Um Himmels willen nein! Ich habe großes Verständnis dafür, denn jeder kämpft mit seinen individuellen Themen und Herausforderungen, die die Ausbreitung des Virus mit sich bringt. Dennoch hilft es keinem von uns weiter, sich ständig in dem Strudel der negativen Meldungen aufzuhalten. Vorsicht ist geboten, Sorgfalt und der verantwortungsvolle Umgang mit den entstehenden Situationen. Dazu muss jeder Einzelne beitragen.

Trotzdem habe ich die Stimmung satt. Aber: Nur weil ich sie satthabe, ändert sich natürlich nichts, klar. Aber ich kann bei mir etwas ändern. Ich muss mich ja nicht auch noch in dem negativen Strudel aufhalten. Ich fragte mich, was ich ändern kann. Es fielen mir zwei Dinge ein:

  1. Lächeln. Lächeln hilft immer. Auch wenn die Situation noch so verfahren ist, ein Lächeln hat noch nie geschadet. Im Gegenteil. Ein wesentlicher Grund ist, dass Lächeln unsere Gesichtsmuskeln lockert. Alles, was starr und verkrampft ist, wird geschmeidig und entspannt sich. Außerdem wirkt ein Lächeln viel attraktiver.
  2. When nothing goes right, go left. Also werde ich den heutigen Tag dazu nutzen, darüber nachzudenken, was sich hinter der linken Abzweigung verbirgt.

Damit dir das Lächeln leichter fällt, habe ich eine schöne Übung für Dich: Nimm einen Stift und gehe in einen Raum mit Spiegel. Stell dich vor den Spiegel, lege den Stift zwischen die Zähne und lächle Dich nun 60 Sekunden lang im Spiegel an. Ich versichere dir: es hilft!



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