Die Buchstaben sind wie Ameisen und haben ihren eigenen geheimen Staat.
Elias Canetti

Mein Tanzraum und Dein Tanzraum

Kennen Sie die Szene aus dem Film „Dirty Dancing“ – einer meiner absoluten Lieblingsfilme, den ich fast komplett mitsprechen kann – in der Patrick Swayze Jennifer Grey das Tanzen beibringt und sie immer wieder Probleme mit dem richtigen Tanzabstand hat? Um es ihr zu verdeutlichen, breitet er seine Arme bogenförmig aus und beschreibt dann mit einer Bewegung: „Das ist mein Tanzraum und das ist Dein Tanzraum.“

An diese Szene muss ich immer denken, wenn mir ein Mensch zu nahe kommt, von dem ich es gar nicht möchte. Beispielsweise bei einer Veranstaltung oder auf einer Messe. Ein Verkäufer oder auch ein fremder Gesprächspartner möchte das Gespräch eröffnen und achtet nicht auf „meinen Tanzraum“.

Mein Tanzraum

Genau das kann das komplette Gespräch im Keim ersticken. Mir ist dies vor einiger Zeit einmal passiert. Auf einer Veranstaltung kam ein Herr auf mich zu und sprach mich an. Er hat deutlich meinen Tanzraum durchbrochen. Ich fühle mich nicht mehr wohl, ja nahezu bedroht und hatte das dringende Bedürfnis, zurück zu weichen, um den Abstand zu vergrößern. Ich traute mich nicht. Ein Fehler, wie ich heute finde. Warum soll ich mich unwohl fühlen, nur weil der andere nicht auf meine Signale achtet? Sollte mir dies noch einmal passieren, werde ich einen Schritt zurücktreten.

Schwierig wird es nur, wenn der andere unsere Hand fest hält, sie geradezu umklammert – was in meinem Fall noch dazu kam – und uns zu zu viel Nähe zwingt oder wenn derjenige hinterher kommt. Die einzige Rettung ist dann, um etwas mehr Distanz bitten.

Wie machen Sie es? Wie gehen Sie auf fremde Gesprächspartner zu? Achten Sie darauf, ob Ihr Gegenüber sich in „seinem Tanzraum“ wohl fühlt? Und wie reichen Sie ihm Ihre Hand? Eher fest oder schlaff? Eher zurück haltend, oder forsch? Eher eng am Körper oder weit von sich gestreckt?

Der richtige Handschlag

Beides – die richtige Entfernung und der Handschlag – tragen erheblich zur Wirkung einer Person bei. Nach dem Blickkontakt ist dies die erste Interaktion und gehört damit zu dem ersten Eindruck dazu. Sie können damit den Ausschlag für eine Vertiefung des Erstkontaktes und damit eine mögliche Zusammenarbeit geben oder eben nicht.

Wenn Sie mehr über den wirksamen Händedruck lesen möchten, schauen Sie doch einmal hier vorbei: https://karrierebibel.de/goldener-handschlag-handedruck-hand-geben/

Und wenn Ihnen jemand zu nahe kommt, von dem Sie es nicht möchten, denken Sie an Jonny und Baby und halten Sie Ihren persönlichen Tanzraum ein, damit Sie sich in dem Gespräch wohl fühlen.



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