Die Buchstaben sind wie Ameisen und haben ihren eigenen geheimen Staat.
Elias Canetti

Stark wie ein Baum

Foto: pixabay.com/danfador

Ein Baum muss jede Menge aushalten, wenn der Wind an ihm rüttelt und schüttelt, wenn der Regen nur so vom Himmel herunter prasselt und wenn die Sonne gnadenlos auf seine Blätter schein. Aber: All das kann ihm nichts anhaben, denn er ist fest im Boden verwurzelt. Dort hält er sich fest und holt sich Kraft, so dass nichts ihn umwerfen kann. Er wiegt sich vielleicht mit dem Wind hin und her, aber er bleibt stehen.

Ich finde, dass die Natur hier – wie so oft – ein hervorragendes Vorbild ist. Genau diese Standfestigkeit können wir uns von ihm abgucken. Wenn es stürmisch wird, bleiben wir einfach ganz fest auf dem Boden stehen, statt uns umwerfen zu lassen.

Stellen sie sich folgende Situation vor: Sie haben sich auf ein Thema vorbereitet und wollen nun ihre Ergebnisse vor einer Arbeitsgruppe präsentieren, oder sie wollen einen Vortrag halten. Sie sind aufgeregt und nervös. Ihr Mund fühlt sich trocken an, ihre Hände dagegen sind feucht. Kurz gesagt: Sie haben Lampenfieber.

Standfest wie ein Baum

Hier kommt der Baum ins Spiel: Er steht für eine Übung, die genau in diesem Moment sehr hilfreich ist. Denken sie nun für einen kurzen Moment an einen starken Baum, der jedem Wetter trotzt. Versuchen sie, ihn bildlich vor sich zu sehen. Er steht fest und stark an seinem Platz. Machen sie es einfach genauso wie er. Stellen sie sich fest mit beiden Beinen auf Ihren Platz. Verlagern sie das Gewicht gleichmäßig auf beide Füße und machen sie sich diesen, ihren Moment für ihre Präsentation ganz bewusst. Atmen sie einmal ein und einmal aus und schon verringert sich ihre Aufregung und sie werden ruhiger.

Diese Mini-Übung dauert keine dreißig Sekunden, aber sie hilft uns, uns auf unser Thema zu konzentrieren und in der Situation anzukommen. Alles andere spielt für die Dauer unseres Vortrages keine Rolle.

Wenn wir mit beiden Beinen fest auf dem Boden stehen wird fast automatisch unser Rücken gerader, die Schultern bewegen sich ein wenig nach hinten und wir erhalten insgesamt eine bessere Körperspannung, die Konzentration und Professionalität ausdrückt.

Das funktioniert auch im Sitzen und kann auf alle anderen Situationen übertragen werden, in denen wir einen festen Stand gut gebrauchen können…



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