Warum ich jedes Jahr ein Weihnachtsbuch kaufe

– und wie daraus ein neues Buch entstanden ist

Es war das Jahr 2004, kurz vor Weihnachten. Eine ehemalige Arbeitskollegin schenkte mir ein kleines Buch: „Der Weihnachtswolf“. Kein großes Geschenk, eher beiläufig überreicht. Ich habe damals nicht geahnt, dass dieser Moment der Anfang von etwas werden würde, das mich bis heute begleitet.

Seit diesem Tag kaufe ich mir jedes Jahr ein Weihnachtsbuch. Manchmal ist es ein nordischer Erzählband, manchmal ein Comic, manchmal ein Krimi mit weihnachtlicher Kulisse, manchmal ein wunderschön illustriertes Kinderbuch. Die Bücher könnten unterschiedlicher nicht sein. Aber sie erfüllen für mich immer denselben Zweck: Sie holen mich raus. Aus dem Trubel, aus der To-do-Liste, aus dem Gefühl, dass Weihnachten irgendwie an mir vorbeirauscht, bevor ich es überhaupt bemerkt habe.

Ein paar Seiten, ein ruhiger Moment mit einer Tasse Tee – und plötzlich ist es wieder da: dieses Gefühl für Weihnachten, das man im Alltag so leicht verliert.

Aus diesem Ritual ist eine Idee entstanden

Je länger ich diese Tradition pflege, desto klarer wurde mir: Genau dieses Gefühl möchte ich weitergeben. Nicht nur für mich behalten, sondern anderen Menschen schenken – und gleichzeitig echten Menschen eine Bühne geben, ihre eigenen Weihnachtsmomente zu erzählen.

So ist die Idee zu „Zwischen Wunschzettel und Weihnachtszauber“ entstanden, dem ersten Band unserer neuen Reihe „Echte Geschichten“.

Bewusst habe ich mich für Kurzgeschichten entschieden. Nicht, weil lange Romane nicht auch ihren Platz hätten – die habe ich selbst genug im Regal stehen. Sondern weil der Advent eine besondere Zeit ist: voller Termine, Verpflichtungen, Trubel. Da passt eine Geschichte pro Tag oft besser als 300 Seiten am Stück. Ein kleiner Halt zwischendurch. Ein Moment zum Innehalten, bevor der nächste Punkt auf der Liste wartet.

18 Menschen, 18 echte Weihnachten

Ich habe einen Aufruf gestartet und um wahre, selbst erlebte Weihnachtsgeschichten gebeten. Was ich zurückbekommen habe, hat mich tief berührt. Ein Vater, der mitten im Krieg für einen Moment die Stille findet. Ein lang gehegter Kinderwunsch, der sich ausgerechnet am Heiligen Abend erfüllt – mit der Geburt eines Kindes. Ein Mädchen, das sich nichts sehnlicher wünscht als einen Weihnachtsbaum, obwohl das Geld knapp ist. Eine Frau, deren Vater an Demenz erkrankt ist – und die erlebt, wie alte Weihnachtslieder ihn für einen Moment wieder ganz nah zu ihr bringen. Und mittendrin: ein Weihnachtsengel, der von seinem Erleben in einer Pfarrfamilie erzählt.

18 unterschiedliche Stimmen. 18 echte Geschichten, die berühren, unter die Haut gehen und manchmal auch zum Lachen bringen.

Ein Buch, das ich selbst gerne im Regal hätte

Wenn ich heute auf mein eigenes kleines Ritual zurückblicke – auf all die Weihnachtsbücher, die sich seit 2004 bei mir angesammelt haben – dann wünsche ich mir, dass „Zwischen Wunschzettel und Weihnachtszauber“ für andere Menschen genau das werden kann, was „Der Weihnachtswolf“ für mich war: der Anfang von etwas. Ein kleiner Moment der Ruhe. Ein Gefühl für Weihnachten, wie es wirklich ist.

Zu jedem Buch legen wir eine Postkarte bei, für alle, die sie an jemand Besonderen weiterschicken möchten. Und für die ersten 50 Bestellungen gibt es eine kleine Weihnachtsüberraschung dazu.

Ich freue mich sehr, dieses Buch mit euch zu teilen.

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