Interview mit Nadine Herpolsheimer

Zehn Jahre im Krisenmodus und ein Neuanfang, der bis heute trägt

In meinem Interview mit Nadine Herpolsheimer sprechen wir über die größte Krise in ihrem Leben und was daraus Neues entstanden ist.

Nadine wächst ländlich und gut behütet in einem Mehrgenerationenhaus auf. Ihr Großvater und ihr Vater haben einen Handwerksbetrieb, ihre Mutter eine Boutique. Mit ihrem Lieblingsschwein entdeckt sie die Welt und erkundet den Nutzgarten der Familie.

Sie möchte gerne Innenarchitektur studieren und benötigt dafür eine Schreinerausbildung. Dieser Wunsch wird zu einem Eklat im Elternhaus und sie gibt diesen Traum auf. Das beschäftigt sie bis heute. Beim Bau ihres Hauses übernimmt sie die Bauleitung und gerät immer wieder mit den Handwerkern aneinander.

Sie sucht sich einen Job in einer Boutique und beschließt, dort eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau zu absolvieren. Von dort wechselt sie in die Automobilbranche. Nach der Geburt ihrer Tochter unterstützt sie ihren Mann in seinem frisch gegründeten Unternehmen.

Als die Steuerfahndung vor der Tür steht, denken sie noch, dass sich nach kurzer Zeit alles aufklären wird. Sie entwickeln aus ihrer Krise ein neues Geschäftsmodell, das bis heute erfolgreich ist. Währenddessen schwebt das Damoklesschwert zehn Jahre über ihnen. Außer zu warten, können sie nichts tun.

Nadine beschreibt, wie sehr diese Zeit sie gefordert hat und wie sie es geschafft hat, sich immer wieder neu zu motivieren und positiv zu bleiben. Gleichzeitig lernen sie als Paar, mit diesen Herausforderungen umzugehen. Ihnen helfen gemeinsame Abende ohne Ablenkung und tiefe Gespräche.

Als der Prozess beendet wird, weil die Vorwürfe nicht haltbar sind, spüren sie nicht die Freude, die sie erwartet haben. Bei einem Kurzurlaub auf Mallorca werden sie am zweiten Tag krank. Ihr Mentor bringt sie auf die Idee, ein Buch darüber zu schreiben.

Wir sprechen über die Macht des Unterbewusstseins, über den Prozess des Schreibens, über das Loslassen und den wertfreien Umgang miteinander.

Am Schluss des Gesprächs sagt sie: „Lasst uns offener aufeinander zugehen.“

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Ihr Buch findest du hier Durch die Hölle gings auf High Heels

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