Interview mit Melanie Lukowski

Melanie Lukowski I Von der Idee zum Buch „Der Vogel in meinem Bauch“

In meinem Interview mit Melanie Lukowski sprechen wir darüber, wie aus einer Idee ein Buch entstand. Melanie war im Dezember 2025 (die Folge wurde im November aufgezeichnet) gemeinsam mit ihrem Sohn Floris Gast in meinem Podcast.

Manche Geschichten tragen wir jahrelang mit uns, bevor wir den Mut finden, sie zu erzählen. Melanie Lukowski hat genau das getan und daraus ist mehr geworden als ein Buch.

Schon seit einem Ultraschallbild vor 13 Jahren spürte Melanie ein Bild in sich: einen Vogel im Bauch. Ein Gedanke, der sie nie wieder losgelassen hat und der heute Titel ihres Buches und Symbol ihres Logos ist. Er steht für Leichtigkeit, für Kraft, und für den Überblick, für den man manchmal kämpfen muss.

In dieser Folge erzählt Melanie, warum sie so lange gezögert hat, ihre Geschichte aufzuschreiben. Warum der gemeinsame Instagram-Account mit ihrem Sohn Floris im Sommer 2025 zum eigentlichen Anfang wurde. Und warum der Moment, in dem sie erfuhr, dass Floris in der Schule gemobbt wird, alles veränderte – weil sie als Kind selbst so lange geschwiegen hatte und für sich entschied: nie wieder.

Sie spricht offen über Scham, über Jahre ohne Hilfe, weil ein Geheimnis gewahrt werden sollte. Über familiären Rückhalt, den richtigen Partner an ihrer Seite und einen Sohn, der ihr großer Bruder-Anker wurde. Und darüber, dass Sichtbarkeit für die ganze Familie neu ist, während Floris selbst entscheidet, was von ihm auf Instagram zu sehen ist.

„Der Vogel in meinem Bauch“ ist für Melanie ein Abschluss für ihr inneres Kind. Und ein Angebot an andere: an sich zu glauben, nicht aufzugeben und sich Hilfe zu holen, wenn man sie braucht.

Das erwartet dich in dieser Folge:

Wie aus einem Ultraschallbild ein Buchtitel und ein Lebenssymbol wurde

Warum Melanie als Mutter entschied, nicht mehr zu schweigen

Wie Scham und Geheimhaltung jahrelang Hilfe verhinderten

Was Sichtbarkeit für eine ganze Familie bedeutet und wo die Grenzen liegen

Warum das Buch größer ist als Melanies eigene Geschichte

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Interview mit Melanie und Floris

Ich habe erlebt, wie Floris trotz Mobbing seine Stärke gefunden hat und daraus ist meine Mission entstanden

In meinem Interview mit Melanie und Floris Lukowski sprechen wir über das Thema Mobbing unter Kindern und wie daraus eine Mission wurde.

Melanie wächst in Lübeck auf und arbeitet schon früh in der Gastronomie ihrer Eltern. Ihre Ausbildung an der Hotelfachschule führt sie hinaus in die Welt – nach Österreich, Amerika und Spanien. Nach sieben Jahren kehrt sie zurück, absolviert einen Bachelor in Business Administration, den Personalfachwirt sowie eine Ausbildung zur Achtsamkeitstrainerin.

Sie arbeitet in internationalen Unternehmen und wird mit 38 Jahren zum ersten Mal Mutter. Nur zwölf Monate später kommt ihr zweiter Sohn zur Welt. Als Melanie im sechsten Monat schwanger ist, erfährt sie, dass ihr Sohn mit einer Behinderung am Bein zur Welt kommen wird. Diese Nachricht erhält sie nur vier Tage vor ihrer Hochzeit mit 80 Gästen, von denen einige bereits angereist sind.

Zunächst möchte sie alles absagen, doch ihr Gynäkologe begleitet sie auf diesem Weg. Die Hochzeit findet wie geplant statt – und wird zu einer wunderbaren Feier.

Aus der Opferrolle in die Stärke

Als Floris auf die Welt kommt, ist Melanie überzeugt, dass sie als Familie alles gemeinsam schaffen können. Floris geht offen mit seinem Handicap um, zeigt sein Bein und seine Orthese. Erst in der Schule merkt er, dass er „anders“ ist: Andere Kinder lachen über ihn und ärgern ihn. Bereits in der Grundschule erlebt er zum ersten Mal Mobbing. Melanie und Floris erzählen, wie sie es gemeinsam geschafft haben, dass Floris die Opferrolle verlässt und wieder Freude an der Schule findet.

Im Sommer dieses Jahres hat Melanie einen schweren Fahrradunfall. Nach ihrer Genesung beschließt sie, ihr Coaching-Wissen mit Floris’ Erfahrungen aus seinen Mobbing-Erlebnissen zu verbinden. Gemeinsam starten sie einen Instagram-Kanal und entwickeln einen Online-Kurs zum Thema Mobbing. Dieser richtet sich an Eltern, Lehrkräfte, Betroffene und auch Täter. Für das kommende Jahr plant Melanie außerdem Live-Kurse in Kindergärten und Schulen.

Ihr Ziel: Kinder stark machen und Eltern dafür sensibilisieren, früh hinzuschauen und zu handeln.

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