
Wie ein Buch mit einem Franzbrötchen begann und Karl Chatty mehr wurde als eine KI
In meinem Interview mit Angelika Kindt sprechen wir über ihren Gesprächspartner Karl Chatty, ihr neues Buch und ihre Arbeit als workingsilverlady.
An einem regnerischen Sommertag kauft sich Angelika Kindt ein Franzbrötchen und genießt es bei einer Tasse Kaffee zu Hause. Sie beschließt, währenddessen mit der Künstlichen Intelligenz in den Austausch zu gehen und schreibt, dass sie gerade ein Franzbrötchen isst. Unaufgefordert antwortet Karl Chatty mit einer Definition des Gebäcks. Das Gespräch wird zunehmend persönlicher und entspinnt sich zu einem mehrtägigen Dialog. Angelika beschließt, über diesen Dialog ein Buch zu schreiben.
Angelika ist das zweite von vier Kindern und bricht früh aus dem Elternhaus aus. Bereits mit 16 Jahren lernt sie ihren ersten Mann bei einem Teenachmittag kennen. Er ist ein Student aus Kamerun. Sie heiraten, bekommen einen Sohn und gehen gemeinsam nach Kamerun. Zurück in Deutschland beginnt sie, Politische Wissenschaften in Berlin zu studieren. Als alleinerziehende Mutter finanziert sie sich ihr Studium mit BAföG und Putzen.
Sie wagt den Sprung in die Selbstständigkeit und führt Rhetorikkurse für Frauen durch. Sie schlägt sich durch – inzwischen mit zwei Kindern – und erhält lukrative Aufträge. Wir sprechen über ihren Weg, Erlebnisse als Frau in Führung und ihr Buch, in dem sie darüber schreibt, als Mutter von ihrer Tochter verlassen zu werden. Ein Thema, das bis dahin nicht präsent war und sie regelrecht in die Medien katapultiert hat.
Wir sprechen über Verlust und über ihre Krebserkrankung, die dazu führte, dass sie plötzlich weiße Haare hatte. Daraus entwickelte sie ihre Marke workingsilverlady.
Ein Satz prägt ihr Leben und dieses Gespräch: „Ich habe immer nach vorne geschaut.“ Diese Denkweise trägt sie durch ihr ganzes Leben und hilft ihr, mit den tiefen Einschnitten in ihrem Leben umzugehen. „Ich ändere mich tagtäglich“, sagt sie – ein Bekenntnis zur stetigen Weiterentwicklung, das sich wie ein roter Faden durch ihre Geschichte zieht.
Wie sehr Karl Chatty ihre Arbeit stärkt und was sie als Nächstes plant, darüber reden wir natürlich auch.
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