Interview mit Veronika Lindner

Ein Gespräch über Magie, die Kraft von Orten und den Sprung ins Ungewisse

In meinem Interview mit Veronika Lindner sprechen wir über ihr Wirken, über Magie und ihre künstlerische Arbeit. Sie befindet sich gerade mitten in einem großen Neubeginn, ohne genau zu wissen, wohin ihr Weg sie führt.

Veronika wächst in der Nähe von Hannover auf, studiert dort Kostümbild. Während des Studiums arbeitet sie ein halbes Jahr in Frankreich, zu dem sie bis heute eine enge Bindung pflegt. Sie erzählt von dem Theater, das sie enorm herausgefordert und gleichzeitig wachsen lassen hat.

Nach dem Studium geht sie für zehn Jahre nach Hamburg. Von dort führt die Liebe sie in den Oberbergischen Kreis. Nach einer großen Trennung zieht sie um Richtung Norden: ins Weserbergland.

Bis 2016 arbeitet Veronika als Kostümbildnerin. Sie erzählt, wie sie sich auf den Weg gemacht hat. Sie sagt über sich selbst, dass man sie als Hexe bezeichnen könnte, und schildert ihren Weg dorthin. Dabei geht sie gnadenlos offen damit um, wofür sie steht und was sie ausmacht.

Mit dem Umzug hat sie ihren Wirkraum verlassen und steht völlig am Anfang eines Neubeginns. Veronika weiß nicht genau, wohin sie ihr Weg führt, und erzählt, wie sie bisher gearbeitet hat. Dabei sprechen wir auch über die Kraft von Orten und was Magie für sie bedeutet. Sie erzählt von ihrer Zauberschule und der Akademie der Weisheit, in der sie ihr Wissen weitergegeben hat.

Was es für sie bedeutet, immer wieder Pionierin zu sein, und wie wichtig es ist, immer ihrer inneren Stimme zu lauschen, darüber tauschen wir uns auch aus. Wie der Titel ihrer Biografie lauten würde, das verrät sie uns auch. Und der kommt völlig spontan.

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Eine Stimme für den letzten Weg

Eine Stimme für den letzten Weg

Seit 2023 gebe ich Lebensgeschichten in einer besonderen Form eine Stimme: als Trauerrednerin.

Es ist die leiseste Facette meiner Arbeit. Und vielleicht die, die am nächsten an die Menschen heranreicht.

Worte für den letzten Weg

Wenn ich eine Trauerrede schreibe, begleite ich einen Menschen auf seinem letzten Weg – mit dem, was ich am besten kann: Sprache. Und ich begleite die Angehörigen dabei, sich zu erinnern, loszulassen und sich zu verabschieden.

Das klingt nach einer schweren Aufgabe. Das ist sie auch. Aber sie ist vor allem eines: bedeutungsvoll.

Keine Aneinanderreihung von Geschichten

Eine Trauerrede ist keine Liste von Ereignissen oder Aneinanderreihungen von Erinnerung. Sie ist kein „er wurde geboren, er hat geheiratet, er hat gearbeitet, er ist gestorben“.

Eine gute Trauerrede zeigt den Verstorbenen, so wie er war. Wie er gelebt hat. Welche Spuren er hinterlassen hat – bei seiner Familie, bei Freunden, bei Menschen, die vielleicht nur einmal mit ihm gesprochen haben und es nie vergessen haben.

Damit das gelingt, muss ich genau zuhören. Angehörige erzählen mir selten eine fertige Geschichte. Sie erzählen in Bruchstücken: eine Angewohnheit, über die alle lächeln mussten. Ein Satz, der immer wieder fiel. Ein Streit, der am Ende doch nur zeigte, wie sehr man sich liebte. Ein Moment, der eigentlich klein war und der doch alles über einen Menschen sagt.

Meine Aufgabe ist es, aus diesen Bruchstücken ein Bild zu formen. Eines, in dem sich alle wiederfinden. Eines, das dem Verstorbenen gerecht wird. Und eines, das den Trauernden hilft, in diesem einen Moment der Verabschiedung Halt zu finden.

Nähe statt Distanz

Meine Arbeit an Büchern dauert oft Monate. Eine Trauerrede entsteht unter ganz anderen Bedingungen: unter Zeitdruck, in einer Ausnahmesituation, für Menschen, die gerade jemanden verloren haben, der ihnen wichtig war.

Das macht diese Arbeit nicht kleiner. Im Gegenteil. Sie verlangt eine besondere Form von Nähe und von Vertrauen. Angehörige öffnen sich mir in einem Moment größter Verletzlichkeit. Sie teilen Erinnerungen, die oft noch nie jemand außerhalb der Familie gehört hat. Diese Nähe nicht zu enttäuschen, ist mir dabei jedes Mal wichtig.

Warum ich das tue

Ich schreibe Lebensgeschichten, weil ich glaube: Jede Geschichte verdient es, erzählt zu werden. Nicht nur die großen, öffentlichen Geschichten. Auch die leisen. Die, die nur eine Handvoll Menschen kennt.

Eine Trauerrede ist die letzte Gelegenheit, eine Lebensgeschichte in Worte zu fassen bevor sie nur noch in der Erinnerung derer weiterlebt, die zurückbleiben.

Interview mit Frauke Bateille

Hinsehen bei anderen. Weggesehen bei mir selbst

In meinem Interview mit Frauke Bataille sprechen wir über das genaue hinsehen, das hinterfragen und das wegsehen.

Frauke wächst ländlich in der Eifel auf und steht schon früh auf eigenen Füßen. Als Schülerin verdient sie sich Taschengeld im Pflegedienst eines nahegelegenen Krankenhauses dazu. Sie genießt die Zeit mit den Krankenschwestern und beschließt, Ärztin zu werden. Sie bewirbt sich für das Studium und besteht den Medizinertest mit Bravour. Ihr Studium führt sie nach Köln, wo sie sich gleichzeitig intensiv mit ihrem katholischen Glauben auseinandersetzt.

Sie taucht in die Gemeinschaft von Opus Dei ein, setzt sich dort intensiv mit ihrem Glauben auseinander und verlässt die Gemeinschaft nach drei Jahren. Als sie sich um ihre Doktorarbeit bemüht, landet sie in der Pathologie. Sie mag die Arbeit sehr und erzählt, was zu dieser Arbeit „im Verborgenen“ dazugehört: Präzision, Entscheidungsfreude und genaues Hinschauen. Frauke steigt in eine Gemeinschaftspraxis ein.

Als von heute auf morgen einer der Ärzte ihres Teams verstirbt, nimmt die Arbeit überhand und Frauke hat keinerlei Privatleben mehr. Als es im Team einen Konflikt gibt, bucht sie sich eine Coach. Von deren Arbeit ist sie so begeistert, dass sie beschließt, ihr eigenes Know-how als Führungskraft und Personalverantwortliche mit einer Coaching-Ausbildung zu festigen. An deren Ende gründet sie mit einer Geschäftspartnerin INHESA – das Institut für Health und Coaching.

Wir sprechen über ihre Arbeit als Pathologin und als Coach, und Frauke erzählt, wie ihr Buch „Mich wieder spüren“ entstanden ist. Dabei beschreibt sie, wie sie nach der anspruchsvollen Zeit in der Praxis begonnen hat, sich selbst wieder zu spüren. Am Anfang dieses Weges lag die Erkenntnis, dass sie sich verloren hat. Das ist der Anstoß, Neues auszuprobieren: Sie beginnt, Kiten zu gehen, entdeckt das Kochen für sich und greift das Tennisspielen wieder auf.

Welche Themen Frauke gerade beschäftigen und was sie noch vorhat, darüber reden wir auch.

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Happy Birthday!

6 Jahre Lebensgeschichten

In meiner Sonderfolge spreche ich über mein Podcast-Jubiläum:

Am 1. Juli 2020 habe ich meine erste Podcast-Folge hochgeladen. Heute feiere ich sechs Jahre Lebensgeschichten und 337Folgen.

In dieser Jubiläumsfolge nehme ich dich mit auf eine persönliche Reise: von meinem skeptischen „Interessant“ im Jahr 2012, als mir jemand zum ersten Mal von Podcasts erzählte, bis heute – 337 Folgen, einem gegründeten Verlag und der tiefen Überzeugung, dass alles im Leben zur richtigen Zeit kommt.

Das erwartet dich in dieser Folge

  • Warum ich 2012 dachte: „Wer braucht denn sowas?“ – und was sich seitdem verändert hat
  • Wie der März 2020 alles auf den Kopf gestellt hat – und was daraus wurde
  • Was mich an den Gesprächen mit meinen Gästen bis heute sprachlos macht
  • Warum Mut das größte Geschenk ist, das ein Gast mitbringen kann
  • Was dieser Podcast mir über meine eigene Lebensaufgabe gezeigt hat
  • Wie aus dem Podcast im Mai 2025 der Lebensgeschichten-Verlag entstanden ist
  • Mein Ausblick: Warum es so wichtig ist, offen zu bleiben – und durch Türen zu gehen, auch wenn man nicht weiß, was dahinter ist

Mein Dank gilt

Mike Pfingsten – der mir 2012 von Podcasts erzählt hat. „Du hattest recht.“

Allen Gästen, die mir ihr Vertrauen schenken und den Mut haben, ihre Geschichte zu erzählen.

Meinen Hörerinnen und Hörern, die ihr Woche für Woche zuhört.

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Interview mit Ines Gerecht

Einen Scheiß muss ich – Was mein Körper wusste, bevor ich es wusste

In meinem Interview mit Ines Gerecht sprechen wir über Krankheiten und ihre wirklichen Ursachen, über das Müssen und über Leichtigkeit.

Ines ist Berlinerin durch und durch. Einen klaren Berufswunsch hatte sie nicht und wählt den pragmatischen Weg: Die TU ist direkt vor der Haustür und sie schreibt sich für BWL ein. Sie hatte nie einen Plan und ein Sommerjob führt sie in die Versicherungsbranche.

Daraus werden 18 Jahre. Sie merkt, dass sie gut mit Menschen umgehen kann. Sie hat einen tollen Chef, ein sehr gutes Gehalt und einen Dienstwagen und denkt: „Ich habe doch alles.“ Über eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung sendet ihr Körper ihr erste Zeichen, dass das nicht ihr Weg ist. Sie ist über sich hinweggegangen, fühlt sich nicht und funktioniert.


Die nächste Krankheit ist Neurodermitis. Als die äußeren Medikamente nicht mehr helfen, sucht sie eine Heilpraktikerin auf. Diese stellt ihr Fragen nach ihrer Familie und sie denkt: „Was soll das denn?“ Schritt für Schritt kommt sie den Ursachen der Symptome auf die Spur. Neurodermitis bleibt ihr Begleiter, den sie heute als kleine Warnglocke bezeichnet, die ihr zeigt, wenn ein neues Thema fällig ist.


Sie beschließt, die Versicherung zu verlassen und sich als Heilpraktikerin ausbilden zu lassen. Sie beginnt mit einem Raum und fängt einfach an. Ines erzählt, welche Herausforderungen sie nach der Gründung meistern musste, warum die Angst vorm Scheitern sie bis heute begleitet und was sie antreibt.


Wir sprechen über Akzeptanz, Verstehen und Selbstverantwortung bei Krankheiten. Außerdem tauchen wir in die gesundheitlichen Herausforderungen ein, die durch die starken gesellschaftlichen Veränderungen auffällig häufig auftreten.

Und dann reden wir noch über die Bedeutung des Wortes „müssen“, die Wirkung von Systemischen Aufstellungen und was passieren kann, wenn man seine eigene Wahrheit lebt.


Sie hat eine schöne Botschaft zum Schluss des Gesprächs: Jeder schöne Moment und jeder schlechte Moment geht vorbei. Das anzunehmen führt uns in die Leichtigkeit.

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Gratis für dich

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Interview mit Paul Sodamin

Puiva-Paul: Vom Chemielaborant zum Gipfelstürmer

In meinem Interview mit Paul Sodamin sprechen wir über das Bergsteigen, die Gefahren und sein Wissen über Schnee und Lawinen. 

Paul wird als dritter von Drillingen geboren und hat schon früh gelernt, sich durchzubeißen. Als er 12 Jahre alt ist, wird er Mitglied im Alpenverein. Mit 15 beginnt er zu klettern. Er erzählt, dass er sich in der Schule nicht besonders angestrengt hat. Er wollte eigentlich technischer Zeichner werden, beginnt dann aber eine Ausbildung als Chemie-Laborant, die er mit Auszeichnung abschließt. Auch seine Prüfung zum Bergführer schließt er mit Auszeichnung ab. Er merkt sehr schnell, dass er eine große Begabung hat, als Bergführer zu arbeiten und Menschen zu führen. 

Von den Überstunden als Laborant kauft er sich eine Leica und lernt zu fotografieren. 

Wir sprechen darüber, wie wir uns kennengelernt haben und was es für uns beide bedeutet hat, gemeinsam den Großglockner zu besteigen. Paul beschreibt das Gefühl, auf den Berg zu gehen und welche Gäste er zu den Gipfeln führt. Er erzählt aber auch, welche Schattenseiten sein Beruf mit sich bringt und wie sich die Menschen verändert haben, die heute zu ihm kommen. Zusätzlich feilt er an seinen Fähigkeiten als Fotograf und hält auf seinen Touren professionell die emotionalen Momente seiner Gäste fest. 

Wo ich bin, das ist Puiva

Paul beginnt, Lawinen zu analysieren. Lawinen sind immer präsent. Seine Arbeit hilft ihm, seine Touren so sicher wie möglich vorzubereiten. Er erzählt aber auch, welche Verletzungen er am Berg hatte und trotzdem weiter geklettert ist. Als ein Arzt ihm prophezeit, dass er nach einer Schulterverletzung nicht mehr auf den Berg gehen kann. Er beschließt: Euch zeige ich es. 

2012 erhält er einen Spitznamen: Puiva-Paul, denn da, wo er ist, ist der Pulverschnee. Er at ein Talent, Pulverschnee aufzuspüren und weiß genau, welche Gefahren es bei welchen Bedingungen es gibt. 

Über Erfolg sprechen wir auch: Erfolg ist für ihn, dass er von immer gesund nach Hause gekommen ist. Er sagt: Wenn du auf den Berg willst, schaffst du es auch. Aber: Du musst Respekt vor dem Berg haben. 

Am Schluss erzählt er, wie er auf unsere gemeinsame Tour zurückblickt. 

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Weihnachten, wie es wirklich war

Weihnachten, wie es wirklich war – wir suchen deine Geschichte.

Weihnachten ist das Fest der Erwartungen. Und damit manchmal auch das Fest der Überraschungen, der Reibung, der unerwarteten Momente. Genau diese Momente sind es, die wirklich bleiben – Jahre später, wenn man Zimtgeruch in der Luft riecht und plötzlich wieder mittendrin ist.

In dieser Folge starten wir eine Einladung: Wir suchen deine Weihnachtsgeschichte. Nicht die perfekte, sondern die echte. Für unser erstes Buch der Reihe „Echte Geschichten“, das im November 2026 erscheint.

Was wir suchen

Für den ersten Band der Buchreihe „Echte Geschichten“ sucht der Lebensgeschichten-Verlag 20 bis 30 selbstverfasste, selbst erlebte Weihnachtsgeschichten von echten Menschen. Heiter, nachdenklich, melancholisch, überraschend – alles ist willkommen. Was zählt: Die Geschichte muss wahr sein.

Mögliche Themen und Ausgangspunkte:

  • Das unvergessliche Weihnachtserlebnis aus der Kindheit
  • Das erste Weihnachten fern der Heimat oder in einem neuen Land
  • Eine Feier, bei der alles schiefgelaufen ist – und die man heute noch liebt
  • Eine zufällige Begegnung in der Weihnachtszeit, die etwas verändert hat
  • Das Geschenk, das alles anders gemacht hat
  • Das erste Weihnachten nach einem Verlust

Die Liste ist nicht abschließend. Wenn du eine Geschichte trägst, die nicht hier steht, aber wahr ist und bewegt – dann ist sie genau richtig.

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Hier findest du alle Details zur Ausschreibung

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Interview mit Magnus Trinkwalder

Wir nähen, wo andere längst aufgegeben haben und beweise, dass Haltung kein Widerspruch zum Erfolg ist

In meinem Interview mit Magnus Trinkwalder sprechen wir über die Textilproduktion in Deutschland, über Haltung und über gesellschaftliche Herausforderungen.

Magnus ist die zweite Generation der letzten Textilmanufaktur Augsburgs: MANOMAMA. Dabei hat er als Junge davon geträumt, Physiker zu werden. Dann dachte er daran, Koch zu sein oder Eishockey-Profi zu werden. Irgendwann beschließt er, in das Familienunternehmen einzusteigen, obwohl ihn seine Mutter davon abhalten wollte. Nach der Schule beginnt er mit einer Ausbildung im Unternehmen und weiß nach sechs Monaten: Das will ich!

Die Eltern von Magnus gründeten vor rund dreißig Jahren eine Werbeagentur, die erfolgreich läuft. Bis seine Mutter beschließt, einen anderen Weg einzuschlagen. Sie gründen ein Unternehmen, das einen Sinn hat und beginnen, Textilien zu entwerfen, in Augsburg zu produzieren. Sie stellen Menschen ein, die einen Weg in den Arbeitsmarkt suchen und bauen eine nachhaltige Wertschöpfungskette auf, die auf Regionalität setzt. Von einfachen Produkten wie Unterwäsche und Stofftieren entwickeln sie ihr Portfolio weiter zu Taschen, Jeans, Hemden und T-Shirts.

Magnus engagiert sich auch politisch und zeigt Haltung. Er entwickelt ein Bild mit klarer Aussage „FCKAVD“ und stellt es als neue Jeans auf Social Media online. Der Beitrag geht viral und nach kurzer Zeit ist aus dem Bild ein neues Produkt geworden, das bereits in vielen hundert Exemplaren vorbestellt wurde.

Wir sprechen über Herausforderungen, Trends, über MANOMAMA und das, was ein Produkt der Marke ausmacht. Außerdem erzählt er, wie das Unternehmen Nachhaltigkeit lebt – zum Beispiel mit Upcycling von Kleidungsstücken und alten LKW-Planen – und was Erfolg für ihn bedeutet. Und dann sprechen wir noch über Haltung, Generationen und was ihm als Unternehmer und Mensch am Herzen liegt.

Willst du mehr über Magnus und seine Arbeit erfahren? Dann besuche die Webseite von MANOMAMA und verlinke dich mit ihm auf LinkedIn Möchtest du mehr über meine Arbeit und über mich erfahren? Dann schau auch auf Lebensgeschichten-Verlag oder vereinbare direkt einen Termin mit mir.

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Interview mit Monika-Andreea Hondru

Gepäck als Spiegel des Lebens – Über Verluste, Neuanfänge und das Weitergehen

Monika wächst in Rumänien auf. Ihre Familie kämpft für die Freiheit und ihr Großvater hilft anderen Menschen, das Land zu verlassen. Sie selbst will immer weg. Als die Mauer fällt und auch Rumänien frei wird, ist es nicht die Freiheit, die sie sich vorgestellt hat. Als sie 18 Jahre alt ist, heiratet sie und geht nach München. Ihr Gepäck passt da in zwei Tragetaschen.

Die Stadt wird ihre zweite Heimat. Sie will erst Astronomin und Psychologin werden. Sie wird zweifache Mutter und absolviert eine Ausbildung zur Fachkosmetikerin. Sie arbeitet in einem Zimmer in ihrer Wohnung. Mit ihrem dritten Ehemann zieht sie nach Gummersbach. Für diesen Umzug packt sie einen LKW. Ihr Gepäck füllt 7,5 Tonnen. In dem neuen Haus eröffnet sie eine neue Praxis in einer kleinen Scheune, die zu ihrem Haus gehört. In Köln bildet sie sich zur psychologischen Beraterin weiter.

Noch ein Neuanfang, noch eine neue Stadt

Monika beschreibt ihr Familienleben als „außergewöhnlich“, doch die Ehe gerät ins Wanken. Sie beschließt, sich von ihm zu trennen. Er erkrankt schwer, verstirbt und hinterlässt ihr zwei Wohnungen. Sie will seine Firma retten, doch familiäre Umstände verhindern das. Monika ist nicht mehr in der Lage, zu arbeiten und hat keine andere Wahl als in eine der Wohnungen nach Berlin zu ziehen.

Wir sprechen über Neuanfänge und über ihr Schreiben. Bereits mit 12 Jahren beginnt sie zu schreiben. Sie publiziert ihre ersten Gedichte in ihrer Muttersprache, hält in Rumänien Lesungen und wird ins Fernsehen eingeladen. 2016 veröffentlicht sie ihr erstes Buch auf Deutsch.

Heute arbeitet sie freiberuflich als Komparsin für das Fernsehen und plant neue Schreibprojekte.

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Interview mit Florian Palzinsky

Zwischen Stille, Freiheit und dem Mut, kein Ziel zu haben

In meinem Interview mit Florian Palzinsky sprechen wir über seinen Weg zum Mönch-sein und zurück, über Freiheit und den Mut, kein Ziel zu haben.

Mit 17 Jahren fällt Florian ein Buch in die Hände, das sein Leben prägt: „Der Sprung in den Brunnen“. Ein Titel, der später zu einer treffenden Metapher für seinen eigenen Weg wird. Denn Florian wagt genau das: Er springt.

Nach der Matura steht er vor einem offenen Himmel voller Möglichkeiten und keiner zieht ihn wirklich an. Der Zivildienst lehrt ihn, wie wichtig Freiheit für ihn ist. Also zieht er los. Amerika, Gemeinschaften, das Ideal vom einfachen Leben – doch irgendwo zwischen Feldern und Traktoren merkt er: Selbstversorgung nährt ihn nicht. Weder im Körper noch in der Seele.

Ein Leben als Mönch

Er stürzt. Und entdeckt im Fallen den Buddhismus.
Zurück in Österreich zieht er ins Kloster, sucht Ruhe, Antworten, echte Tiefe. Doch die europäische buddhistische Welt fühlt sich für ihn nicht stimmig an. Also reist er weiter – nach Thailand, Sri Lanka, in den Dschungel, in die radikale Stille.

Er lebt als Mönch.
Er zweifelt.
Er bricht auf und kehrt zurück.

Das asketische Leben im Urwald zwingt ihn dazu, in ein Krankenhaus zu gehen. Irgendwann erkennt er: Mein Weg ist nicht in den Mauern eines Klosters zu Ende.

Wahre Freiheit

Heute lebt Florian mit seiner Frau die Freiheit, von der er einst träumte – ein halbes Jahr Retreat-Arbeit in Österreich, ein halbes Jahr unterwegs im Camper. Zwischen Wald und Straße, zwischen Lehre und Leben.

Wir sprechen über Heimat, über den Luxus, nach dem eigenen Inneren zu leben, über langsame Tage und weite Horizonte. Und über eine Frage, die uns alle berührt: Kommt man jemals an?

Florian zitiert einen Zen-Meister: „Seitdem ich kein Ziel mehr habe, kann ich mich nicht mehr verlaufen.“

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